Die Geschichte der Menschheit ist in gewisser Weise eine Geschichte des Schmerzes. Wir beleuchten die komplexen Machenschaften von Politik, Hochfinanz, Industrie und Co. Doch die Wurzel all dieser Konflikte ist ein zutiefst spirituelles, kollektives Trauma: Die Illusion der Trennung. Eine der brutalsten Formen dieser Trennung ist der Kolonialismus.
Die Wurzel der Spaltung: Koloniales Denken und Materialismus
Der Kolonialismus war nie nur ein ökonomisches oder territoriales Projekt; er war die brutale Leugnung des EinsSeins. Es war die Behauptung, dass einige Menschen (die „Zivilisierten“) mehr wert seien als andere (die „Wilden“).
Diese Spaltung – welche wir vor nicht allzu langer Zeit, während der Plandemie von den Regierenden deutlich zu spüren bekamen – hatte zwei verheerende Folgen, deren Auswirkungen bis heute in unserem kollektiven Bewusstsein wirken:
- Die Entmenschlichung des Anderen: Um einen Kontinent ausbeuten und seine Bevölkerung versklaven zu können, musste man ihm zuerst die Seele absprechen. Man musste ihn als Ware betrachten – die ultimative Leugnung der gleichen göttlichen Quelle in jedem Wesen.
- Die Entmenschlichung des Täters: Die koloniale Macht wurde so konditioniert, dass sie Gier und Materialismus als moralisch legitim ansah. Die unersättliche Jagd nach Gold und Ressourcen schuf einen Kult der Knappheit und des Mangels, der bis heute unsere gesamte westliche Wirtschaft dominiert. Die Gesellschaft wurde darauf geeicht, den Wert eines Menschen am Besitz und nicht am Sein zu messen.
Die physische Manifestation der Trennung: Kontinente der Enteignung
Die Enteignung des Landes war das brutalste Zeichen der Trennung. Während indigene Kulturen Land als unverkäuflichen Teil ihrer spirituellen und gemeinschaftlichen Existenz ansahen, betrachteten die Kolonialmächte es als ausbeutbare Ressource. Die Christianisierung diente oft als moralische Rechtfertigung für die militärische und juristische Plünderung:
- Nordamerika (Die Indian Removal Acts): Nach der Christianisierung der indigenen Völker legitimierte man die Vertreibung. Das Land der First Nations wurde nicht nur weggenommen, sondern ihnen wurde auch das Recht auf Zugehörigkeit abgesprochen. Juristische Konstrukte wie der Indian Removal Act in den 1830er Jahren trieben ganze Stämme, wie die Cherokee auf dem „Trail of Tears“, brutal von ihrem angestammten Land in neue, karge Gebiete. Die Enteignung wurde durch Gesetze als legitim deklariert.
- Afrika (Die Kongokonferenz und Land-Grabbing): Auf der Berliner Kongokonferenz von 1884/85 teilten die europäischen Mächte den gesamten Kontinent unter sich auf, ohne Rücksprache mit den dort lebenden Bevölkerungen. Die Kolonialherren erfanden formelle Eigentumsurkunden für Land, das in Subsahara-Afrika traditionell gemeinschaftlich genutzt wurde. Die Enteignung diente primär der Gewinnung von Rohstoffen (Kautschuk, Diamanten) und der Schaffung von Plantagenwirtschaft.
- Ozeanien (Australien und die Terra Nullius-Doktrin): Die Kolonisierung Australiens basierte auf der juristischen Doktrin der Terra Nullius („Land, das niemandem gehört“). Obwohl die Aborigines seit zehntausenden von Jahren das Land bewohnten und bewirtschafteten, behauptete Großbritannien, das Land sei leer. Diese Fiktion erlaubte es den Siedlern, das gesamte Land als ihr Eigentum zu beanspruchen, ohne Kompensation oder Verträge. Die Enteignung war eine juristisch verbriefte Entmenschlichung.
- Brasilien – Ökonomische Ausbeutung und Vernichtung: In Brasilien begann die Kolonisierung mit der Ausbeutung von Holz und später Zucker, Gold und Kautschuk. Die indigenen Völker litten unter Massensterben durch die brutalen Handlungen der portugiesischen Kolonialherren. Bis heute hält das Vordringen von Rinderzüchtern, Holzfällern und illegalen Bergbauunternehmen in Gebiete wie das Amazonasbecken an. Die Missachtung indigener Landrechte für den Profit zeigt eine unveränderte Logik: Die Gier nach Materie wiegt mehr als das Leben und die Kultur der Menschen, die das Eins-Sein mit der Schöpfung verkörpern.
„Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen – und die Vergangenheit vergeben.“ – Häuptling Dan George (Teswa-lano), Schauspieler und Stammesführer der Tsleil-Waututh-Nation
Die Kapitulation vor der Angst: Die kollektive Neurose
Diese über Generationen weitergegebene Frequenz der Gier und der Trennung manifestiert sich heute in einer kollektiven Neurose:
- Wir versuchen, die materielle Sicherheit zu gewinnen, die uns die koloniale Ideologie als höchstes Gut verkauft hat.
- Wir sind gefangen im Konsumwahn – einer Sucht, die versucht, die innere Leere zu füllen, die durch die Entfremdung von unserer wahren Natur entstanden ist.
- Wir akzeptieren Angst und Burnout als normalen Zustand.
Die Konsequenz: Unsere Angst ist die Energiequelle für die herrschende Klasse. Solange wir versuchen, im Außen zu kämpfen, sind wir Spielball der Angst.
Die Unantastbare Quelle: Viktor Frankl und die Freiheit der Haltung
Der Ausweg aus diesem kollektiven Trauma und der individuellen Neurose führt nur über die innere Umkehr. Kein Philosoph hat diesen Weg wohl eindringlicher beschrieben als der an anderer Stelle angesprochene Psychiater und KZ-Überlebende Viktor Frankl.
Seine Erkenntnis aus der Hölle des Nazi-Wahns ist die universelle Antwort auf jede Form von Unterdrückung:
„Dem Menschen kann man alles nehmen außer einer letzten menschlichen Freiheit: der Freiheit, seine Einstellung zu den jeweiligen Gegebenheiten zu wählen.“
– Viktor Frankl
Die Wahl der inneren Frequenz
Frankls Logotherapie liefert den wissenschaftlichen Beweis für die Unantastbarkeit der inneren Quelle: Selbst wenn dir im Außen alles genommen wird (Besitz, Freiheit, Würde), bleibt dir die Freiheit der Haltung. Du kannst wählen, ob du in Hass und Verzweiflung versinkst oder ob du einen Sinn im Leiden findest.
Diese existenzielle Freiheit ist die radikalste Form der Subversion gegen das koloniale Denken und den Materialismus:
- Sie entzieht der Angst die Energie: Wenn der Mensch die Haltung wählt, die nicht von äußeren Umständen abhängig ist, verlieren die Mechanismen des Macht-Komplexes (Propaganda, Diskriminierung, Krieg) ihre emotionale Wirkung.
- Sie stellt das EinsSein wieder her: Die Wahl einer Haltung des Friedens und der Akzeptanz führt zur sofortigen Wiederverbindung mit der göttlichen Quelle, die uns allen innewohnt. Du bist nicht mehr getrennt. Du bist unantastbar.
Dein und Mein Auftrag: Sei der Wandel
Die Transformation vom Kampf zur Liebe beginnt nicht in politischen Gremien, sondern in unserem Bewusstsein. (Vielleicht mögen auch diese Worte theoretisch klingen, aber ich erlebe die Wirkungsweisen dieser Transformation nahezu jeden Tag in mir, mal mehr, mal weniger stark.)
Die innere Haltung ist die Frequenz, die entweder die kollektive Neurose oder den kollektiven Frieden nährt.
„Wir können die Welt nicht ändern, ohne uns selbst zu ändern.“
Indem du die existenzielle Freiheit wählst, indem du dich von der Gier nach äußerer Kontrolle löst und in die Stille und Akzeptanz eintrittst, strahlst du die Frequenz aus, die das Fundament für eine neue, friedliche Realität bildet. Sei du selbst der Friede – Sei Eins mit der allumfassenden göttlichen Quelle.
„Wir sind alle nur Besucher dieser Zeit, dieses Ortes. Wir sind nur auf der Durchreise. Unsere Absicht ist es, zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben – und dann nach Hause zurückzukehren.“
– Australische Aboriginal-Weisheit