Es gab eine Zeit, lange bevor Grenzen in Karten gezeichnet und Steuern in Büchern erfasst wurden, in der wir Menschen – auch hier im Herzen Europas – wussten, wer wir sind. Wir waren nicht Bürger eines Staates oder Untertanen einer Kirche. Wir waren indigene Kinder der Erde, verbunden mit den Zyklen des Mondes, dem Atem des Waldes und der direkten, ungefilterten Stimme des Göttlichen in uns.
Doch diese ursprĂĽngliche Verbindung war den Architekten der Macht ein Dorn im Auge. Denn ein Mensch, der sich als Teil des EinsSeins begreift, braucht keinen Herrscher. Er ist unregierbar.
I. Die Kappsäge der Imperien: Wie wir zu Waisen wurden
Der Prozess der Entfremdung begann nicht erst gestern. Er begann mit der Errichtung von Imperien und der Institutionalisierung von Religionen. Das Ziel war immer die Kappung der horizontalen Verbindung zwischen Mensch und Schöpfung, um eine vertikale Abhängigkeit zum System zu schaffen.
Man sagte uns, Gott sei weit weg, thronend über den Wolken, und nur durch Priester oder Könige erreichbar. Man ersetzte die spontane Ordnung der Natur durch starre Gesetze und Mauern. Wir wurden zu „spirituellen Waisenkindern“ gemacht, denen man ihre wahre Heimat raubte, um uns in den Dienst von Staaten und Ideologien zu stellen.
II. Das Feuer gegen die Quelle: Die Vernichtung der Intuition
In diesem Krieg gegen die menschliche Souveränität gab es ein primäres Ziel: Die Frau. Warum? Weil die weibliche Energie das natürliche Portal zur Schöpfung ist. In den indigenen Kulturen Europas waren es die weisen Frauen, die Heilerinnen und Seherinnen, die den direkten Draht zum Göttlichen hielten. Sie brauchten keine Dogmen; sie fühlten die Wahrheit in ihrem Schoß und ihrem Herzen.
Die Hexenverbrennungen waren kein religiöser Wahnsinn – sie waren eine gezielte politische Säuberungsaktion. Man musste die weibliche Intuition vernichten, um den kühlen, kontrollierenden Verstand des Patriarchats und des Staates als einzige Realität zu etablieren. Indem man die Frauen brannte, brannte man das lebendige Wissen um unsere göttliche Herkunft aus dem kollektiven Gedächtnis.
III. Die „Fackeln der Freiheit“: Das Gift der Manipulation
Als die offene Gewalt der Scheiterhaufen endete, trat die psychologische Manipulation an ihre Stelle. Ein dunkles Kapitel dieser Täuschung schrieb der Propaganda-Experte Edward Bernays. 1929 ließ er Frauen auf Geheiß der American Tobacco Company öffentlich Zigaretten anzünden und taufte sie „Torches of Freedom“ (Fackeln der Freiheit).
Er verkaufte den Frauen eine Sucht als Akt der Emanzipation. Es war der Moment, in dem das System lernte, den heiligen Drang der Frau nach Freiheit zu kapern und ihn in zerstörerische, männliche Muster umzulenken. Wahre Souveränität wurde durch das kĂĽnstliche Recht ersetzt, sich genauso wie der Mann am eigenen Körper und an der Schöpfung zu vergehen – alles im Namen eines Fortschritts, der nur den Profiten der Wenigen – in diesem Fall der Tabakindustrie – diente.
IV. Simone de Beauvoir: Die Philosophie der Entfremdung​
Doch die Manipulation brauchte ein intellektuelles Fundament. Mit Simone de Beauvoir und ihrem Leitsatz „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht“ wurde die Axt an die biologische Wurzel gelegt. Was als Befreiung gefeiert wurde, war in Wahrheit die philosophische Entkoppelung vom Göttlichen.​ De Beauvoir definierte die weibliche Natur, das Nährende und das Empfangende, als minderwertigen Stillstand. Freiheit bedeutete für sie, dass die Frau so werden müsse wie der Mann: kämpfend, produzierend, rational. Sie lehrte die Frauen, ihren eigenen Körper und ihre Schöpfungskraft als Feind zu betrachten. Damit schuf sie das geistige Gefängnis, in dem Weiblichkeit nur noch als „soziales Konstrukt“ existiert – eine Leere, die das System heute nach Belieben füllt.
V. Ein vergessenes Leuchten: Die „Mujeres Libres“
Doch inmitten dieser Manipulation gab es Momente echten Erwachens. Im revolutionären Spanien der 1930er Jahre erhoben sich die anarchischen „Mujeres Libres“ (Die freien Frauen). Sie verstanden, was heute fast vergessen ist: Wahre Befreiung bedeutet nicht, sich einen Platz am Tisch der Macht zu erkämpfen, sondern den Tisch der Unterdrückung selbst umzuwerfen.
Sie weigerten sich, in die Falle des „Staatsfeminismus“ zu tappen, der Frauen nur als neue Rädchen im Getriebe sah. Sie kämpften fĂĽr eine Souveränität, die von innen kam. Im Gegensatz dazu steht heute der moderne, oft toxisch geprägte Feminismus welcher Freiheit verspricht, stattdessen aber das Gegenteil liefert: Er zwingt die Frau in einen typisch männlichen Kampf- und Kriegsmodus – im schlimmsten Fall mit dem Mann als Feindbild. Die „Mujeres Libres“ dagegen zeigten, dass eine Frau mutig fĂĽr die Freiheit einstehen kann, ohne ihre nährende, weibliche Essenz an ein technokratisches System zu verkaufen. Es war ein kurzer, heiliger Versuch, die indigene Freiheit in die moderne Welt zu retten.
„Ein Volk ist nicht besiegt, solange die Herzen seiner Frauen nicht am Boden liegen. Erst wenn das weibliche Herz bricht, ist das Volk verloren – ganz gleich, wie tapfer seine Krieger oder wie stark seine Waffen sind.“ — Weisheit der Cheyenne/Lakota
VI. Transhumanismus: Der finale Akt der Entwurzelung
Heute gipfelt dieser jahrtausendealte Krieg im Transhumanismus. Er ist der letzte Versuch, die Biologie – das heilige Band zur Schöpfung – endgültig durch Technologie zu ersetzen. Durch die künstliche Auflösung der Geschlechter soll das letzte Portal zur Natur durchtrennt werden.
In diesem technokratischen Albtraum ist die Frau als Schöpferin von Leben nicht mehr vorgesehen. Es ist die ultimative Entkoppelung vom göttlichen Ursprung, die Krönung der Entfremdung, in der der Mensch nur noch als optimierbares Datenpaket existiert.
VII. Fazit: Die heilige Ordnung der Pole
Der Weg aus der Illusion der Herrschaft führt über die Heilung der Polarität. Das System will uns entweder gegeneinander aufhetzen oder uns in einer künstlichen, geschlechtslosen Einheit auflösen. Doch die wahre Befreiung liegt darin, die bewusste Trennung zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen wieder als das zu erkennen, was sie ist: Ein Akt der Liebe.
Gott hat uns diese Pole nicht ohne Grund gegeben. Wir dürfen wieder anfangen, unsere Männlichkeit und unsere Weiblichkeit – jeweils mit ihren individuellen Anteilen des anderen Pols – bewusst wahrzunehmen und auszuleben. Es ist der Tanz von Kraft und Sanftmut, von Schutz und Nähren, von Struktur und Intuition. Wenn wir diese göttlichen Geschenke wieder annehmen, werden wir unantastbar für die Manipulationen derer, die uns entwurzeln wollen.
Wir müssen aufhören, nach den künstlichen „Fackeln“ zu greifen, und stattdessen das Feuer der wahren Erkenntnis in uns selbst entfachen.
Wir sind die Enkel der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet. Wir sind die indigenen Seelen, deren Feuer niemals erloschen ist.
Ein Wort der Weisheit aus den Veden zum Abschluss:
„Shakti ist die kosmische Kraft, die alles bewegt. Ohne sie ist das Bewusstsein regungslos. Wer die göttliche Mutter in sich verleugnet, verliert den Boden unter den Füßen. Wer sie ehrt, findet den Weg zurück zum Ganzen.“